Das hatte ich noch nie…

on

Das hatte ich noch nie und höre ich zum ersten mal, waren die Worte von Markus Schmidt von Suicide-Protection. Jetzt aber das Ganze erstmal von Anfang an.

Seit 15 Jahren führe ich ein bis zweimal jährlich eine sportmedizinische Untersuchungen durch. Bis vor zwei Jahren bei der sportmedizinischen Abteilung der Uni-Freiburg und seither beim Kardiologen. Der Grund für den Wechsel würde einen eigenen Bericht erfordern – nur soviel, 13 Jahre laienhafte Fehldiagnose, mit versicherungstechnischen und daher auch finanziellen Folgen waren dann doch genug.

Die kardiologische Untersuchung Ende 2015 brachte Neues zu Tage, was dazu führte mir vom MTB Sport und insbesondere von Wettkämpfen abzuraten. Neben den Beeinträchtigungen durch den o.a. Punkt, wäre vor allem die Gefahr bei einem Sturz auf den Brustkorb sehr hoch.

Das sollte doch nicht wahr sein oder? Zweitmeinung einholen und leider auch hier die gleiche Empfehlung. Weiter Radfahren aber keine Wettkämpfe und eher nicht mit dem MTB in das Gelände. Nach Wochen der Unklarheit und mehreren Rücksprachen mit dem Kardiologen ist eine Idee bei mir entstanden, zu der ich allerdings noch nie etwas gesehen hatte und auch nichts im Internet fand aber sie lag auf der Hand und ich bin sicher, sie wird in Zukunft aufgegriffen. Um das Thema und die Möglichkeiten bekannt zu machen, schreibe ich diesen Artikel.

Wie erwähnt blieb die Internet-Recherche erfolglos, erst der Aufruf in Facebook führte zu Empfehlungen und eine davon zu www.suicide-protection.de und Markus Schmitz. Nach dem ersten Besuch der Webseite von Markus keimte Hoffnung auf. Beim ersten Telefonat wurde schnell klar, das ist etwas neues und deshalb sehr interessant für den Dipl.-Ing., der seine Studienarbeit mit dem Thema Protektoren absolviert hat und heute mit suicide-protection.de davon lebt. Ich konnte nach den Erfahrungen meiner Suche nicht erwarten, dass er schon ein serienreifes Produkt hatte. Also vom ersten mal gehört, genauem Erläutern der Thematik, über Schablone, Schleifarbeit, Anpassen zum Prototyp und nutzbarem Protektor für meine Anforderung – das ist der Weg.

Bei jedem Arbeitsschritt und bei jeder Frage war klar, Markus versteht sein Fach ist super kreativ und vor allem auch interessiert neue Dinge, die außerhalb des Main-Stream liegen, anzugehen.

Die Produktion startete mit einem gemeinsamen Frühstück, bei dem ich Markus das Thema erläuterte, etwas Erstaunen war in seinem Gesicht schon zu erkennen aber auch das Glitzern in den Augen, was neues anzugehen.

Immer das Ergebnis im Blick wurde jeder Schritt super professionell ausgeführt. Die Fragen zur Befestigung, der Belüftung und der Materialstärke wurden ausgiebig diskutiert und abgewogen.

IMG_9221

Gestartet wurde mit einem Karton, der als Vorlage diente. Nach dem die Form im Groben passend erschien, ging es darum die richtige Materialstärke auszuwählen. Wir haben uns für ein 2mm Material und auch einen 2mm Schaum vom umfangreichen Lager entschieden. Beides spezielle Materialien genau für diese Anwendung.

Das Protektormaterial wurde ausgesägt, geschliffen, mit Lüftungsbohrungen versehen, mit dem Heißluftfön in Form gebracht und immer wieder Maß genommen und nachgearbeitet.

IMG_9226 IMG_9223

Nach dem Feintuning wurden die ersten Planungen zur Befestigung geprüft. Wir haben uns dazu entschieden, den Herzfrequenzgurt mit zu nutzen, um das Verrutschen zu verhindern. Das Base-Layer und das enge Trikot  sorgen für den Rest und den richtigen Sitz.

Der Schaumstoff wurde aufgeklebt – Klebstoffschnüffler würden es lieben – und zurecht geschnitten.

IMG_9220 IMG_9219

Ja, es war ein Custom-Prototyp und daher waren doch nochmal einige letzte Anpassungen notwendig aber dann war es perfekt.

.

.

Der erste Protektor von suicide-protection.de für MTB – Marathonfahrer, um die linke Brustseite zu schützen.

IMG_9228 IMG_9229

.

.

.

.

.

.

Mittlerweile habe ich den Protektor mehrfach in Aktion getestet. Zuerst sehr ungewohnt hab ich nach einer Stunde nicht mehr wirklich daran gedacht. Es ist sicherlich warm darunter aber lieber etwas mehr schwitzen und das Risiko minimieren, als nicht mehr MTB fahren.

https://www.facebook.com/Suicide-Protection-518652684819622/

Ein Kommentar auch kommentieren

  1. Vielen Dank Günter für den coolen Beitrag. Das hat sehr viel Spaß gemacht und es freut mich dass das Teil so gut funktioniert. Immer wieder gerne…. Schöne Grüße
    Markus Schmitz

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

 

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich akzeptiere