Saison Finale

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Finale wir kommen. Nein natürlich nicht Berlin, sondern Finale Ligure. Das Bike Mekka mit Sonnengarantie, genialen Trails und das Meer immer im Blick. Vor 2 Jahren war ich das erste Mal dort und Finale lies mich nie los. Auch nicht das 24h Rennen, was das letzte Mal einfach super lustig war, nur zu 4 brauch ich das nicht mehr. Von uns aus ist man in 7h in Finale, also eine Entfernung die ohne größere Probleme für eine Woche in Angriff genommen werden kann. Normalerweise gehts bei schlechtem Wetter in der Heimat los um dann bei deutlichen wärmeren Temperaturen dort anzukommen. Dieses Mal begleitete uns aber der Regen bis zur Ankunft in Finalborgo. Aber wie es sein muss, begrüßte uns am nächsten Morgen schon wieder die Sonne beim Frühstück auf der Terrasse, natürlich bereits in kurzer Hose und T-Shirt. So muss es auch sein im Urlaub. Zum Einrollen entschieden wir uns für den Rollercoaster, einer DER Abfahrten dort. Doch wer runter fahren will, muss natürlich auch hoch. Und da shutteln nur an einem Tag der Woche gebucht war, ging es, wohl oder übel, selbst strampelnd hoch. Nach etwas holpriger Routenführung zu Beginn lief es wie am Schnürchen und nach gefühlten 4h (ok es waren 2,5h) waren wir endlich am DIN, um uns mit Capuccio für die Strapazen zu belohnen und gestärkt die Abfahrt in Angriff zu nehmen. Bergauf bereute ich es, nicht doch die leichten Enduroreifen eingepackt zu haben. Die groben DH Reifen rollen einfach nicht freiwillig bergauf, aber gut, dafür mehr Grip bergab, auch nicht so übel 😀 Irgenwie verpeilten wir es bei der Kirche und bogen auf den Kill Bill und dann Madonna del Guardia ab, da war der Flow dann phasenweise nicht mehr vorhanden. Puhh, die ein oder andere Stelle war irgendwie etwas zu viel. Ob es an den glitschigen Felsen, der zu anstregenden Auffahrt oder dem Abendprogramm geschuldet war, ist unklar. Aber egal mit einem rießigen Grinsen rollten wir in Finalborgo ein und mussten uns natürlich mit einem Steiger-Gedeck belohnen (was das ist bleibt geheim).

Tags darauf war für mich Neuland angesagt. Wobei das stimmt nicht, eher das Ausüben einer Sportart, die in den letzten Jahren so gut wie nicht mehr ausgeübt wurde, Klettern.  Ich lies es ruhig angehen, genoß die Aussicht und sah den anderen beim Klettern zu. Nach ein paar Routen lief es aber wieder recht flüßig und machte wieder wahnsinnig Spaß. Und ich fragte mich, ob ich nicht doch wieder regelmäßig klettern gehen soll.  Abends ließen wir uns wieder verköstigen, von unseren eigenen Köchen oder der super leckeren italienischen Küche weiß ich gar nicht mehr. Tut aber auch nichts zur Sache, lecker war es sowieso immer. Und das Bier bzw. der Rotwein schmeckte auch immer 🙂

Die Tage darauf machten wir die Gegend wieder mit dem Bike unsicher. Am ersten Tag eher eine Tour, durch das herrliche Manie bzw. Bernardino-Gebiet. Ein Traum, aber die Anstiege waren teil echt etwas zäh. Und die 24h Runde ist immer wieder genial, aber mit einem leichten Racefully definitiv spaßiger als mit m Enduro und gröbsten Reifen. Die Abfahrten waren dafür wieder ein Traum, wenn auch der DH Donne zum Abschluss mit etwas vernebeltem Kopf und dem herrlichen Blick direkt aus Meer etwas tricky war. Alle paar Sekunden paar mein Blick beim Panorama bevor das innere ich wieder rif, Augen auf den Trail sonst liegst du wieder in der Pampa. Aber es klappte dann auch ohne Abflug, die ganze Woche übrigens, und so spuckte uns der Trails direkt am Meer aus, herlich. Bevor es heim ging, musste natürlich noch ein Eis her, das erste der Woche, und das obwohl wir schon drei Tage hier waren. Am Tag darauf ging es in Richtung meinem Lieblingstrail, doch irgendwie war der nicht mehr wirklich gepflegt. Die Guides erklärten es mir dann wieso; manchmal ist es halt doch besser mit den Locals unterwegs zu sein.

Donnerstags ging es dann auf die Shuttlerunde mit Ride on Noli. Zunächst natürlich zur NATO Base um die Trails dort zu rocken. Und es waren wieder etliche neue Trails dabei von denen einer besser als der andere war. Mittags genoßen wir dann feinste regionale Spezialitäten mit direktem Blick auf s Meer. Witzig war die Getränke Auswahl, Wasser, Bier oder Wein, mehr gabs nicht 😀 (Aber trotzdem eine geniale Location, thx. Ride on Noli fürs Guiden und Shutteln) Frisch gestärkt ging es dann noch auf den neuen Fast&Furious Trail, wobei eher Furious als fast, aber extrem witzig um dann zum Schluss noch den Rollercoaster zu rocken, dieses Mal komplett. Nach 4500Tiefenmetern spuckte uns der extrem trockene und staubige Trail unten wieder mit einem rießigen Grinsen aus. Ah und das nächste Mal fahren wir hoffentlich den ganzen Tag zusammen, ohne dass 3 von 4 beim Mittgessen aussteigen 🙂

Zum Schluss der Woche ging es noch einmal an den Fels zum Klettern. Der Fußmarsch bis an den Fels kannte ich bereits, ein herrlicher Trail (Caprazoppa) der direkt runter nach Finalborgo führt. Nach dem die Vorsteiger die Seile für mich Kletter-Wiedereinsteiger eingehängt hatten, kraxelte ich wieder n bissl an der Wand herum. Die ein oder andere Stelle war etwas tricky, da der Blick einfach fehlte, dafür war das Vertrauen in kleine Tritte und Griffe wieder da. Nach einem bzw. mehrerer Capuccio bzw. Steiger Gedeck bei einer alten Kirche mit raumhaften Blick auf das kleine Bergdörfchen und das Meer fing es dann leider wieder an zu regnen.

Aber eigentlich egal, angekommen bei Regen, und am letzten Abend wieder Regen, dazw. Sonne pur, es könnte schlimmer sein 🙂 Nach einem  Frühstück bei strahlendem Sonnenschein, bei dem ich es bereute das erste Mal tagsüber wieder eine lange Hose anzuhaben, stiegen wir bei erneuten Temperaturen um 25°C ins Auto und machten uns auf die Heimreise. Beim Gotthard natürlich wieder mit dem traditionellen Stau, natürlich im Regen. So schnell war die Woche schon wieder rum, Sonne ohne Ende getankt, herrliche Trails gerockt, endlich mal wieder geklettert und viel Spaß mit den Kollegen aus KA gehabt. Eins steht fest, Finale ich komme wieder, ob bereits nächstes oder erst wieder übernächstes Jahr muss ich mal schauen. Ach und ich glaube ich binde mich doch wieder häufiger ein Seil ein und kraxl irgenwo hoch. Und jetzt hoffe ich auf einen hoffenltich goldenen Herbst, die Temperaturen in der ersten Woche wieder zurück im Ländle waren einfach 10°C zu kalt…Grüße und bis bald auf den Trails Sebastian

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