Mountainbiker sind einfach „besondere“ Menschen oder Feneberg Marathon in Oberstdorf 30.9.2017

was macht man wenn ein guter Bekannter anruft, der 2007 einen Wirbelbruch bei einem schweren Sturz hatte, und erzählt, dass er 5 Stunden nach Oberstdorf fahren will um die dortige flache 16km Familienrunde mit zu fahren ?  Man sagt Ihm deutlich, dass das  eine wirklich bescheuerte Idee sei und begleitet ihn dann aber spontan und wenn man schon mal da ist meldet zumindest mal die 32km/800hm Runde des Feneberg Marathons … das Ganze 10 Wochen nach meinem schweren Sturz bei der Transalp, noch mitten in der Reha und zwei mal die Woche Physiotherapie, weil bei bestimmten Bewegungen oder Puls über 130 die Rippen und das Zwerchfell noch immer schmerzen … und bisher nur Spazieren fahren angesagt war…
 
Nach der langen Anfahrt am Freitag in der Pizzeria erst mal ne Rennpizza  und flüssige Kohlenhydrate
 
zu später Stunde noch die obligatorische Nudelparty im Apartment ,weil Martin in der Pizzeria vor Aufregung nichts hinunter bekommen hatte, na das lernt er noch bis er soviele Rennen in den Beinen hat wie Rennoldie Joe … das Wetter am Renntag war auch besser wie vorhergesagt, und wir haben es geschafft die Startunterlagen rechtzeitig abzuholen,die Rennvorbereitung lief also optimal  …
Und so stand ich am Samstag Morgen  überraschenderweise doch noch einmal mit meinem Bike in 2017  in einem Startblock
 und versteckte mich erstmal hinter meinem Teamkollegen Dirk,dem ich dann immerhin auch die ersten 2 Kilometer im Windschatten folgen konnte … solange es noch flach war…damit war es aber schnell vorbei , als die ersten kleinen Wellen kamen … und am ersten richtigen Anstieg sprang der Puls sofort auf aus alten Zeiten gewohnte Höhen … aber leider fehlte es etwas an Leistung , also war Kette links angesagt , zum Glück hatte ich noch die Bike-Transalp Übersetzung montiert und mehr im Parkmodus als fahrend ging es den Berg hinauf … aber irgendwie kam ich oben an und es folgte zur Belohnung  alles was Mountainbiken so interessant macht: nette Trails, steilste Wiesenabfahrten,enge schnelle Schotterserpentinen , flache Drückerpassagen und das alles auf der doch eher kurzen Strecke…
 viel Spaß hatte ich dann ab Rennmitte mit 3 Fahrern vom Lexware Junior Team, zwei Jungs die Ihr Mädl begleiteten … bergab war ich Dank meines derzeitigen Kampfgewichts deutlichen im Vorteil ( auch ohne zu treten) … bergauf war das Mädl gleichstark und im Flachen sind die Drei immer wieder an mir vorbei gezogen und haben mir Windschatten gegeben,  …witzig war, dass die Drei zusammen immer noch 6 Jahre jünger waren als ich … hab ich später gerechnet … als wieder genug Sauerstoff von den Oberschenkeln ins Hirn zurückgekehrt war…
 
langer Rede kurzer Sinn…ich kam nach knapp 1h 40min mit einem Grinsen im Gesicht ins Ziel, erreichte immerhin Platz 5 in meiner Altersklasse, was diesmal aber echt nebensächlich war … wichtig war, dass ich mich auf den schnellen und steilen Abfahrten  immer sicher fühlte und nie an den schweren Sturz von der Transalp denken musste…da hatte ich im Vorhinein so meine Bedenken gehabt …
 
Fazit, der Fenebergmarathon  ist definitiv ein Must Do in 2018, vor allem wenn ich wieder richtig fit bin … dann aber die 60km um die ganzen tollen Anstiege und Abfahrten rund um Oberstdorf richtig aus zu kosten
 
Joe
ps…Martin mein nervöser Bikefreund hat auf der 16km Strecke übrigens  die dritt schnellste Zeit gefahren … der ist nämlich richtig fit und vielleicht traut er sich auch bald wieder an Rennen mit Abfahrten teilzu nehmen, dann können sich einige warm anziehen …

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