Eschborn-Frankfurt #derRadklassiker

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Jedes Jahr am 1. Mai findet direkt vor meiner Haustür der #Radklassiker Eschborn-Frankfurt statt. Viele kennen Ihn noch als „Rund um den Henninger Turm“ oder „Rund um den Finanzplatz Frankfurt“.

Dieses Jahr hat es gepasst, auch das Wetter (es war nur kalt und nicht noch nass), sodass ich gesagt hab ich starte mal auf dem Rennrad. Kann sich ja nicht so von den MTB – Marathons unterscheiden… Hast Du Dir gedacht…

Schon die Anmeldung über das Onlineportal verlief etwas anders als gewohnt. Kannte ich doch meine Durchschnittsgeschwindigkeiten aus dem MTB Bereich bzw aus dem Training oder aus Mallorca waren die einfach egal. Es gilt bei diesem Rennen von Eschborn durch den Taunus gewisse Zeitlimits einzuhalten um auf der Strecke wählen zu können wie es weitergeht (40 / 90 / 105 km) sowie den Starblock zugeteilt zu bekommen. Idee ist gut, MTB interessiert halt nicht und so stand ich im Block L (geht bis m) … kurz: ganz hinten. Wieso? ich hatte noch keine Referenzzeit auf einer ähnlichen Veranstaltung in den letzten 5 Jahren vorzuweisen.  ??? ok… ist halt so, dann stellst Du dich halt da hinten hin, wird dir ja nicht alleine so gehen.

A pros pos alleine…

Ihr seht die Fahnen da Hinten am Horizont? Da war der Start ;o). Pünktlich um 08:45 viel auch dort der Startschuss…

Die nächsten 20 Minuten passierte dann erst mal gar nix, waren doch noch ca 5200 andere Starter vor mir um auf die Strecke zu gehen. Dafür weiß ich jetzt für was Block L steht. L wie „Latecheckin“, L wie „Lidl Outfit“, L wie „liebling was mach ich hier“ oder L wie „ich hab die Buchse schon auf dem Parkplatz so voll, dass ich meinen Nebenmann schon auf dem Parkplatz weg räum!“.

Egal wie um 09:15 war dann auch ich auf der Strecke und gestartet und hatte nur ein Ziel. Die erste Gruppe die irgendwie nach Radsport aussieht nimmst Du mit und ballerst von hinten nach vorne. Gesagt getan. Aber ganz ehrlich so was nervöses wie da hab ich noch nie erlebt. die ersten 20 km geht es flach nach und durch Frankfurt um dann ins Umland zu rasen. Anders kann man das nicht sagen, war meine aktuelle Reisegruppe doch im Schnitt mit 39-42 km/h unterwegs. Egal, Beine waren gut also dranbleiben und so weit wie möglich von meinem Startblock weg, da hatte ich echt schiss durch ein unkontrolliertes Manöver abgeräumt zu werden. Respekt an alle die das öfters machen.

Die Strecke. Geplant hatte ich die 90 km Runde und wenn es gut läuft vielleicht die 105 km. Der Mammolsheimer Berg den es dort zu bezwingen gilt kitzelt schon ganz schön. mal sehen… Es ging also wie gesagt von Eschborn auf direktem Weg nach Frankfurt, einmal die Zielschleife des Eliterennens fahren (das ist verdammt verwinkelt und eng da) um dann über Frankfurt RIedberg nach Bad Homburg zu fahren. Dort vor dem Kurhaus gab es den ersten Sprint zu fahren, wobei bei mir es weniger was mit Sprinten zu tun hatte als mit nicht ablegen. Der Sprint fand auf Kopfsteinpflaster Statt und losen Gehwegplatten. Sobald ein Fahrer darüber gin hoben sich die Steine und Platten leicht an, so daß der Hintermann echt aufpassen musste sich nicht platt zu fahren. Aber Stimmung sensationell. Tausende Zuschauer an der Strecke  vor dem Kurhaus bei LiveMusik sind schon cool. Dannach gings zurück nach Oberursel um den längsten Berg des Tages den Feldberg im Taunus zu erklimmen. Von der Seite fahr ich den Berg normalerweise im Training nie, da viel zu viele Autos dort hoch fahren. Also Premiere und welch überraschung von der Seite aus, ist der Berg ganz zahm. stetige 5-6 % Steigung waren perfekt um ganz konstant hochzutreten.  Was mich irritierte waren die ganzen Fahrer mit Trekkingrad, Fahrer, die man ansah und überlegte „schaffen die den Berg überhaupt?“… wo hatten die die Startzeit für weiter vorne her? ich bin sicher nicht der Bergfahrer aber wenn man ca 500-600 Leute en einem Einfachen Berg überholt fragt man sich schon ob der Anmeldemodus so passt. Egal Nach dem Berg folgt die Abfahrt runter nach Schlossborn (Tempo 82 sagte der Herr Garmin nach dem Rennen in der Spitze), von da über Ruppersthain (die kleine Rampe tat echt noch mal weh, zwar nur 450 Meter lang dafür 12-20 % Steigung drin) nach Königsstein. ab da gings wieder nur noch flach Richtung Kelkheim, hier konnte man entscheiden noch mal hoch auf den Mammolsheimer oder ab nach Eschborn. Leider musste ich passen und fuhr nach Eschborn zurück. Der Oberschenkel hatte im zweiten Anstieg zu gemacht und ich konnte nicht mehr gescheit drücken. Die Änderung am Sattel am Vortag war einfach dumm… ja!

Das Ziel lag ca 200 Meter auf der Hauptstrasse vor dem Riesenparkplatz, so dass auf der Anfahrt dorthin noch Vorzielsprint und Zielsprint anstanden. Respekt Jungs wenn Rennradfahrer sprinten geht das im Flachen ganz schön ab. Tempo 60 hat man da ganz schnell drauf.

Dank meiner passenden Mitfahrern war ich nach 2:56 und 92 Kilometern zurück im Ziel. Mit Platz 256 von 1389 total mehr als Zufrieden. Und für nächstes Jahr heist das Startblock c :o) und wer weiß? Vielleicht gibt es da ja mal Sonne und mehr als 3 Grad.

Fazit, ich kann es jedem nur empfehlen mal die Erfahrung der Skoda Velotour (nächste Stops sind Hamburg Cyclassics / Münsterland Giro oder Rundum Köln) zu machen. Hat was… aber jetzt heisst es ert mal nur noch MTB für den Rest der Saison

Willingen is calling

Kristian

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