Wiesbaden Bikemarathon – Wenn der Kopf mitfährt…

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… lang nicht gehabt, aber heute war ein Tag zum vergessen.

Material top, Veranstaltung top, andere Fahrer top, Start top, 1. Abfahrt teils gut… der erste Trail ging noch, dann kam der Schlick und der Kopf… ab da war es nicht mehr mein Rennen. Aber der Reihe nach.

Wenn man zu Hause startet (Wiesbaden liegt nur 20 Minuten von meinem Wohnort Idstein weg) ist alles ein wenig anders. Auf und neben der Strecke sind viele bekannte Gesichter zu sehen. Teils trifft man sich regelmäßig im Wald und fährt die ein oder andere Runde zusammen. Die Strecke kennt man quasi auswendig da ein Großteil regelmäßig zum Trainieren genutzt wird. Die Veranstaltung ist top organisiert und die Strecke bestens ausgeschildert. Also eigentlich kann nix schief gehen, ausser das man zu Hause besonders motiviert zu Werke geht und einem am Ende dadurch die Luft ausgeht, heute war das Rennen schon vorher durch…

Nachdem ich gestern noch schnell zum Kidsrace gefahren bin (waren doch die beiden U5-Bären Tim und Toni Edinger am Start) habe ich mich mega auf das Rennen gefreut. Der Wald hatte von den Unwettern die Tage vorher kaum was abbekommen und die Böden waren mega griffig. Das Setup am Rad passte, also wurde auch nix mehr verändert. Dann kam gestern spät Abend doch noch eine Gewitterfront und setzte mit 3 Stunden Regen den Wald ordentlich unter Wasser. Also Schlammpackung heute, dass stand nach dem Einrollen fest.  Egal, hatte ich ja dieses Jahr schon in Sundern, also war ich es gewohnt.

Am Start noch schnell mit Michael (Trainingskollege) die Marschroute besprochen, hatten wir beide das Ziel so um die 2 Stunden die 44 km mit 1100 hm zu bewältigen. Augen zu und den ersten Anstieg bis zum Trail hoch um möglichst viele Fahrer im Trail hinter sich zu haben, da dieser schon im trockenen für einige Fahrer zu sportlich ist.

Gesagt getan. Den Stau am Anfang konnten wir so gut umfahren und kamen gut weg. Dann rein in die erste Abfahrt und der erste Teil lief nach plan, erstaunlicherweise hatte der Weg weniger Wasser als erwartet zu bieten…. Ätsch hat er nicht. Aus fest wurde Matsch, aus kontrolliert wurde Schmierseife und mein Kopf begann zu arbeiten. Leider hatte ich mich im Training mal hier an den Stellen böse hingelegt, eben genau bei Matsch und nassen Wurzeln… Doof halt.

Die Gruppe um Michael machte ordentlich druck, aber so nach 15 km musste ich abreissen lassen. Die Jungs waren heute einfach top drauf. Aber es macht einfach keinen Sinn permanent am Limit mitzufahren. Also nahm ich etwas raus und fuhr mein eigenes Rennen.  Grundsätzlich war es auch ok, Leistung passte halbwegs, zumindest bergauf, im Schnitt waren es auch nur 5 Watt weniger als in Rhens letzte Woche, also alles in Ordnung. Aber in jeder Abfahrt sagte mein Kopf… „Achtung! rutschig, leg dich nicht hin, Achtung glatt Achtung bäääähhh…! Zu allem Überfluss verabschiedete sich dann auch noch die Musik (sch…Funkloch) und ich konnte nicht mal mehr übertönen :o)

Egal. Hab in den Abfahrten dann zusammen bestimmt 5-7 Minuten verloren, weil ich nur noch mit angezogener Handbremse gefahren bin, und nach 2 Std.18 auf Platz 17 AK und platz 76 Gesamt ins Ziel. Meine Gruppe mit denen ich fahren wollte brauchte 2:08. Also kein Grund zu verzweifeln.

Meine Endurofrauchchen hatte im Ziel dann direkt den passenden Tip. Lass Luft raus und denk nicht dran :o) ok Schatz mach in dann nächste Woche in Kirchzarten. Dann darf ich ja auch wieder was länger fahren und muss nicht von Beginn an dieses Sprinttempo fahren. Weil Luft hatte ich noch… Sowohl im Reifen als auch im Körper und Lachen ging im Ziel ja auch direkt also alles gut…

Jetzt aber erst mal Kuchen.

Kristian

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