Trail- und Enduroparadies Nauders am Reschen

Seit einigen Jahren gehen mein Dad und ich über Pfingsten immer  ein paar Tage zusammen Enduro-Biken. Neben einer Unmenge an Spaß auch eine optimale Möglichkeit um an der eigenen Fahrtechnik zu feilen. Während wir ursprünglich immer im Vinschgau unsere Zelte aufgeschlugen, hatten wir bereits im letzten Jahr Nauders am Reschenpass ausprobiert und für gut empfunden, sodass einer Wiederholung nichts im Wege stehen sollte. Auch wenn über die Jahre unsere Enduro-Truppe immer größer wurde, so war dieses Jahr doch etwas Besonderes, da unter anderem auch mein kleiner neunjähriger Bruder Maël sowie Antonia und ihr Dad dabei waren. Die Wettervorhersage war vielversprechend, sodass wir nach einer entspannten Anreise am Folgetag motiviert und gut gestärkt auf die Trails starten konnten.

Das Gebiet am Reschenpass besteht aktuell aus 22 Enduro Trails und 4 Bergbahnen die auf einer Länge von 44km jedem ein fettes Grinsen ins Gesicht zaubern. Am ersten Tag galt es, sich langsam wieder mit den altbekannten Trails vertraut zu machen und die neu dazugekommenen Trails zu entdecken. Gemütliche Pausen und das Panorama genießen stand ebenso auf der ToDo Liste. Besonders der Plamortrail, der über eine kleine Hochebene an Panzersperren vorbei zur historischen Bunkeranlage führt gehört zum absoluten Pflichtprogramm und bietet Landschaftlich einen genialen Ausblick.

Schneller als gedacht und irgendwie von unseren Vätern schon befürchtet oder auch erwartet, steigerte sich das Tempo mit jeder Abfahrt. Ursprünglich hatte ich ja die Befürchtung wir müssten ständig auf meinen kleinen Bruder und seinen etwas jüngeren Kumpel Noah warten, was sich jedoch als unbegründet heraus stellte. Die Jungs, sinnvollerweise von den Eltern auch mit Fullface und Neckbrace ausgestattet, ließen ihre 24″ Enduro Bikes richtig fliegen weshalb die Beiden von uns allen nach 3 Tagen auch mit Abstand die meisten Bodenproben entnommen hatten.

Schneller als erwartet ging der erste Tag zu Ende und die komplette Gruppe mit 3 Mädels und 6 Jungs, die Erwachsenen zähle ich jetzt an dieser Stelle einfach mal dazu, ging nach üppigem Essen und ein paar Bier, unsere Väter mal wieder, ins Bett. Nicht jedoch ohne vorher den nächsten Tag geplant zu haben.

Nach reichhaltigem und leckerem Frühstück ging es in den 2. Tag. Nachdem wir ja bereits am Vortag uns einen groben Überblick verschafft hatten, wollte wir nun auf unseren Lieblingstrails etwas an der Linie und der Fahrtechnik feilen. Die Jüngsten in der Gruppe hatten aus ihrer Abflügen vom Vortag gelernt und ließen es etwas kontrollierter angehen, währen Antonia und ich stetig besser reinkamen und meist vorne den Trupp anführten. An diesem Tag konzentrierten wir uns auf den Bergkasteltrail und die verschiedenen Abfahrten hinunter vom Mutzkopf. Auch der harmlos klingende, jedoch schwierig eingestufte Elven Trail gehörte dazu. Besonders bei zügiger Fahrtweise kostete der teilweise sehr steile und mit Steinen gespickte knapp 2km lange Trail eine Menge an Körnen und ich muss es zugeben auch Bremsbelag.

Am dritten und leider bereits letzten Tag galt unsere Aufmerksamkeit dem Schöneben Trail. Ein Traum und definitiv einer meiner Lieblingstrails in Nauders, da er Alles in Einem vereint. Flowige Abschnitte, knackige Wurzelpassagen bis hin zu griffigem Waldboden mit schnellen Turns und einer sehr steilen Passage zum Abschluß. Der ganze Trail lädt durch ein Vielzahl von möglichen Linien zu experimentieren ein. Da ab diesem Wochenende auch die Greendays dort stattfanden, hätte man auch noch kostenlos Material von unter anderem Alutech und Bold testen können. Aber irgendwie wollte wir lieber jede Frei Minute auf den Trails mit dein eigenen Bikes nutzen.

Mein Fazit: Die 3 Tage sind schon jetzt eines meiner Highlights von 2018. Wir waren eine coole Truppe und besonders gemeinsam mit Antonia hat das Trail rocken den Fun-Faktor nochmals gesteigert. Hätte nicht vermutet dass das mit meinem kleinen Bruder so gut klappt, aber ich wurde eines besseren belehrt. Nächstes Jahr ist definitiv wieder gesetzt, vielleicht wächst unsere Truppe ja noch etwas an, gerne auch mit weiteren Bären….

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