Ultra Bike in Kirchzarten – unser Heimrennen

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Vergangenen Sonntag stand unser Heimrennen beim Ultra Bike in Kirchzarten auf dem Programm. Unter den ca. 5000 Startern auf allen Strecken waren natürlich auch viele von uns am Start, und der Rest an der Strecke zum Verpflegen oder Konsumieren der Leckereien der Bäckerei Steimle (Schwarzwälder Kirschtorte) und von Ich bin Freiburger im Zielbereich, alles am Stand von Pactimo. Vielen Dank hierfürWie es unseren Einzelstartern auf dem Speedtrack ging könnt ihr hier lesen
Leon:

Nach eineinhalb wöchiger Krankheitspause ging es am Sonntag immer noch leicht angeschlagen auf die 52km, speed track, mit 1200 hm. Ich fühlte mich beim warmfahren nicht wirklich gut, da ich nicht wirklich Luft bekam und einen ungewöhnlich hohen puls hatte. Ich ließ mich davon jedoch nicht weiter beirren und ging ganz vorne in den Startblock. Pünktlich um 12 Uhr fiel der Startschuss und es ging gleich die Post ab vorne. Ich ging das ganze gemächlicher an und das war auch gut so. Bis zur Alpe de fildebrugg konnte ich in einer super Gruppe mitfahren und Fahrer um Fahrer einsammeln. Dann jedoch am Anfang vom legendären Anstieg in Aftersteg riss mir dann leider die Kette, zu diesem Zeitpunkt war ich 7.Platz Gesamt etwa 3min hinter der Spitze. Ist natürlich sehr enttäuschend ein DNF am Ende stehen zu haben, aber hey that’s racing. Meine Form ist auf jeden Fall nicht schlecht!

Und sein großer Bruder Bastian:

Dieses Jahr stand ich beim Ultra Bike Marathon beim Speed Track am Start. Somit galt es 52km und 1200hm zu überwinden.
Ich durfte aus dem 2. Startblock starten und hatte so genug Zeit mich warm zu fahren und dennoch vorne im Startblock zu stehen.
Beim Start hieß es erstmal Vollgas geben, dass man bei der schnell enger werdenden Strecke nicht in den Stau kommt. Dies hatte ich allerdings etwas übertrieben und musste nach 2km etwas rausnehmen, weil der Puls durch die Decke ging. Beim ersten richtigen Berg konnte ich dann aber eine gute Gruppe finden, mit welcher ich dann auch beim Highlight der Strecke -der Alp de Fidlebrugg- ankam. Die Stimmung hier war super und ich konnte ein gutes Tempo vorlegen und bis hoch zum Knöpflesbrunnen halten. Dadurch zersprengte ich die große Gruppe und wir waren nurnoch zu 4. unterwegs. Beim Knöpflesbrunnen sprang mir jedoch die Kette runter (Trotz 1-fach Schaltung) und ich musste in der Ebene alleine die 20sek auf die Gruppe wieder zufahren. Die anschließenden Wellen fuhren wir so als Gruppe. Beim letzten längeren Anstieg griff ich dann an und konnte alle distanzieren. Bei der anschließenden Abfahrt war dann Vollgas angesagt und so konnte ich noch 4 weitere Fahrer überholen. Die letzten 3km Ebene waren dann nochmal eklig, weil nur 10sek hinter mir 2 Fahrer aus der Abfahrt kamen.
Ich konnte den Vorsprung gerade so ins Ziel retten (1sek Vorsprung) und wurde dann 43. Overall (16. AK Herren) in einer Zeit von 2h11min.
Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden, auch wenn es über 15min hinter meiner Bestzeit ist. Allerdings merke ich, dass ich langsam wieder fit werde und dadurch hat das Rennen viel Spaß gemacht.

Und der schnellste, aber auch älteste von uns auf dem Speedtrack, Matthias:

Ich bin auf dem Speedtrack aus dem Lizenzblock gestartet.  Dieser war recht übersichtlich so das von Anfang an genug Platz auf der Strecke war.  Die Jungs vorn sind mir allerdings zu schnell los gefahren so das ich schon nach den ersten KM mein eigenes Tempo gefahren bin, und das ziemlich allein auf weiter Flur.
Erst als ich auf die Ultra Strecke gekommen bin war richtig Verkehr bis ins Ziel, an den Anstiegen war das kein Problem, bergab wurde auch immer gut Platz gemacht.
Mit dem Ergebnis Platz 4 in der AK Senioren 1 und Gesamtrang 30 kann ich richtig gut leben.   Nächstes Jahr wäre schön wenn ich die Strecke unter 2h fahre, schauen wir mal.

 

Ebenso waren zwei erfolgreiche Sie&Er Teams am Start. Neben  Antonia und Simon auch:

Antonia und Simon sind zum ersten Mal gemeinsam als Team gestartet. Da hieß es diszipliniert und konzentriert zur Sache gehen. 16 Teams waren beim Short Track gemeldet und so richtig war nicht klar wer hier Favorit ist. Natürlich haben wir gehofft das wir beide und das Team von Anouk das Podium erreichen könnten.

Kurz nach dem Start als wir Rad an Rad fuhren, bremsten andere Fahrer wegen Spaziergänger abrupt da diese die Rennstrecke überqueren wollten. Antonia musste kurz vom Rad um einen Sturz zu vermeiden, dabei gab es Kontakt mit anderen Startern was wohl den Beginn ihrer Defektserie sein sollte. Am Ende sollte sich herausstellen, dass das Schaltauge etwas verbogen war.
Somit ist Antonia mehrfach die Kette zwischen Ritzel und Speichen gerutscht was uns in Summe zwischen 8-10 Minuten kosten sollte. Die Kette war kaum noch frei zu bekommen, und nur durch das Ausbauen des Hinterrades überhaupt möglich. Wir stellten fest das ein anderes Team in diesen Situationen an uns vorbei fuhr.Aber wir haben uns immer wieder behaupten können und durch viel Einsatz vor allem in den Abfahrten wieder an die Spitze setzen können. Da könnten wir unsere Cross Country Erfahrungen voll ausspielen.Am Ende könnten wir erschöpft und etwas entnervt trotzdem einen souveränen Sieg einfahren. Was wäre das wohl für eine Zeit geworden ohne die Defekte? Egal, Sieg ist Sieg und schön das unser zweites Bären Team mit Anouk als zweite die Ziellinie überschreiten könnte. Auf ein neues in 2019; dann auch mit freier Streckenwahl für Antonia.

Anouk und Kevin:

Nachdem ich bereits im letzten Jahr zum ersten Mal in Singen etwas an den längeren Distanz schnuppern durfte, stand dieses Jahr endlich Kirchzarten mit dem Short Track auf dem Programm. Die längeren Distanzen sind für die jüngeren Jahrgänge nicht freigegeben. Bereits seit längerer Zeit stand fest, dass ich das Rennen als Team zusammen mit meinem Cousin Kevin in Angriff nehmen würde. So standen wir Sonntag bei bestem Marathon Wetter pünktlich in unserem Startblock und fieberten dem Start entgegen. Mit dem Ziel, uns von frühen Tempo nicht verleiten zu lassen, ging es zügig Richtung Titisee. Da wir als SIE+ER Team leider recht weit hinten standen, galt es sich durch eine Vielzahl an Bikern zu schlängeln, was uns kein optimales Tempo ermöglichte. Es gelang uns recht schnell ein gutes Tempo zu finden und gleichzeitig den Kontakt zu dem vor uns liegenden 3SaM Racing Team Antonia und Simon nicht abreißen zu lassen. Ehe ich mich versah waren wir bereits am Stollenwald zum Schlussanstieg. Zwar hatte ich vor lauter Rennfieber die Getränkeflasche an der Verpflegung von einem Dad verpasst, aber es war ja nur noch der kurze bissige Anstieg bevor es in Ziel über eine längere Strecke nur bergab ging. Antonia und Simon waren kurz vor uns weshalb ich nochmals versuchte am Berg Druck zu machen. Leider gerieten wir in eine Gruppe langsamer Fahrer. Kevon gelanges noch außen vorbeizuhuschen, ich hatte jedoch das Pech dass direkt vor mir ein Fahrer absteigen musste und mich somit selber zum Anhalten zwang. Bis ich wieder im Tritt war hatte sich natürlich der Abstand wieder etwas vergrößert. Zügig ging es in die letzten Kilometer Richtung Ziel. Kurz vor dem Ziel hatte Kevin dann noch ein Problem mit der Kette weswegen wir dann nochmals etwas Zeit verloren. Zufrieden und vor allem ohne Sturz und Defekt haben wir uns dann noch den 2. Platz hinter Antonia und Simon erkämpft. Besonders Happy bin ich über die Tatsache, dass meine Atemprobleme von Frühjahr immer geringer werden. Leider wurde die SIE+ER Wertung bei der Siegerehrung nicht berücksichtigt. Wäre schon ein tolles Gefühl gewesen mit dem 3Sam Racing Trikot auf der Ultra-Bike Bühne auf dem Podest zu stehen.

Den beiden Kandidaten auf dem Marathon, Kris und Sebastian, die eigentlich zusammenfahren wollten, der eine (Kris) dann aber doch reis aus nehmen musste:

Kristian:

Auch wenn der Ultrabike für mich als „Heimrennen“ immer mit einer größeren Anreise verbunden ist, fühlen wir uns hier im Schwarzwald immer super wohl.  Wie immer war es wieder eine sensationelle Stimmung auf und neben der Strecke. Insbesondere das Teamerlebnis mit Kuchentourund das obligatorische Abendessen im Bären, machen das Ultrabikewochenende einfach komplett.
Der Plan war das Rennen im 2er Team zu fahren. Quasi als Test für Etappenrennen.  Der Vorteil wenn man zu zweit fährt ist, man überzieht am Start nicht so und hat ein Auge auf den Flügelmann. Das spart Kraft und man kann kontrollierter fahren. Nach dem 2. Berg, irgendwo zwischen Rinken und Stollenbach gab mir dann aber Sebi zu verstehen, ich solle mein eigenes Ding fahren um mein Ziel (unter 4 Stunden auf der Marathonstrecke zu bleiben) zu erreichen.
Hat geklappt, 3:58,20 und Platz 79 AK und 282 Gesamt (von knapp 1350) standen am Ende auf der Uhr. Mit der Performance war es ganz sicher nicht der letzte Ultrabike Marathon und ganz sicher nicht das letzte Rennen als 2erTeam.

Sebastian:

Wie gesagt, hat mich Kris überredet, mit ihm zusammen die Marathon Strecke zu absolvieren, die ich eigentlich überhaupt nicht mag. Wobei überredet ist falsch, ich war ziemlich schnell davon überzeugt, da das fahren zu 2. einfach kurzweiliger ist. Nebenbei wollte ich bei meinem 12. Start auch unbedingt wieder mal ins Ziel kommen. Gesagt getan, ging es mitten in der Nacht (viel zu früh für mich) direkt ab Haustüre los zum Einrollen in Richtung Start. Dank extra starkem Kaffee ging das auch recht gut. Evlt aber auch weil ich mich auf den Start freute und auf die Verpflegungsstationen auf dem ersten Berg und dann nochmal am letzten Anstieg 😉 Nach dem Start musste ich dann gleich mal Kris bremsen, da mir die Wattzahlen der Stages Kurbel auf dem Garmin nicht so ganz gefielen. Die waren zwar schön hoch, allerdings bestand Explosionsgefahr, also Tempo runter und versuchen das Hinterrad von Kris zu halten, war das Motto. Oben angekommen, musste ich einen kurzen Boxenstopp einlegen und schon ging es weiter (danke für den Windschatten). Doch dann kam ich auf die glorreiche Idee, bergab einfach wegzurollen, um bergauf langsamer fahren zu können, das klappte auch, sorry Kris 😀 Ab Bärental sah ich dann Kris immer einige Meter vor mir, kam aber nicht mehr vor zu ihm, da ich das Tempo erneut drosseln musste. Die Zeichen, dass er nicht mehr auf mich warten solle, deutete er erst recht spät richtig. Ohne das wäre er sicher nochmal 5min schneller gewesen. Auch das Zeit aufholen bergab half dann nichts mehr, wobei ich da immer wieder etliche einholte, nur damit sie mich danach im Anstieg wieder überholen, irgendwas stimmt da doch nicht. Und wenn einen dann sogar einer mit Gepäckträger überholt, leidet die Motivation noch mehr. Aber egal letzter Anstieg nach schönem Trail in Sicht. Flasche von der weltbesten Verpflegerin angenommen und was ist das, gleich in beiden Beinen Krämpfe. Also nur nicht anhalten und hoffen dass ich doch noch oben ankomme. Klappte dann auch, die Motivation mich dann nur noch in die letzte Abfahrt stürzen zu müssen, half zusammen mit der Cola. Und erst recht die angekündigte Zielverpflegung, Schwarzwälder und Freiburger, lecker lecker. Nach 4:05h blieb die Uhr dann stehen. Zwar war ich schon mal deutlich schneller, aber aufgrund der Trainingssituation bin ich doch sehr zufrieden.  Aber der Gedanke zu 2. ein Rennen zu rocken, ist immer noch sehr verlockend. Evtl. dann ja nächstes Jahr beim Engadin 🙂

Und unseren beiden Ultrajungs:
Joe:

Das war mehr als hart heute, unter 6h Ziel knapp geschafft , davon 4h mit Allergie bedingten Krämpfen und zweimaligem Nachpumpen mittels Standpumpen bei freundlichen Anwohnern an der Ultrastrecke … aber ich wollte unbedingt bei meiner 10. Teilnahme in Kirchzarten die coole goldene Startnummer als ältester Teilnehmer an den deutschen MTB Marathon Lizenz Meisterschaften 2018 ins Ziel bringen …

 

 

 

Kevin:

Zufrieden und irgendwie doch nicht! Mein Ziel war es wie schon Jahre zuvor die 5 Stunden Marke zu knacken. Ich hatte mich Anfangs auch gut eingeteilt, doch irgendwie war zwischen Bernau und Todtnau ab KM 60 die Luft raus. Wenn einem die Mitstreiter weg fahren der Rücken schmerzt und letztlich noch in beiden Oberschenkeln Krämpfe hinzu kommen dann muss man Mentale Härte beweisen. Ich hatte mich zum Glück am Notschrei wieder gefangen und konnte wieder mit ordentlich Druck weiter fahren. Somit bin ich nach 4:50:58 eingefahren. Ist ja schon eine gute Zeit, mit Platz 77 Gesamt und 28. Senioren 1.

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