We can be HEROS, just for one day

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86 Kilometer auf dem Mountainbike hören sich zunächst nicht besonders heldenhaft an. Darf man diese in der traumhaften Kulisse der Dolomiten – genau rund um den Sellastock, sowie den Langkofel und den Plattkofel –  mit ca. 4.500 Höhenmeter im Rahmen des Sellaronda Hero absolvieren dann ist das schon eine nicht alltägliche Herausforderung. 

Um 7:10 Uhr fiel für die Profis und Lizenzfahrer der Startschuss. Nach und nach starten die restlichen Blöcke, je nach Altersklasse. Um 8:35 fiel dann auch für mich der Startschuss, aus dem vorletztem Startblock. Bereits am ersten Anstieg, hoch zum Grödnerjoch, gelang es mir mich in die Startblöcke mit kleinerer Startnummer vorzuarbeiten. Genau wie von meinem Teamkollegen Joe beschrieben bildeten sich bergauf und bergab an technisch anspruchsvolleren Passagen sofort Staus. Geduld oder links, rechts vorbei ins Abenteuer musste situativ abgewogen werden, da hatte ich meist ein gutes Händchen und konnte ohne übermässiges Risiko weitere Plätze gut machen.

Wer die Verpflegungsstände ansteuerte musste ebenfalls Zeit mitbringen, diese glichen eher einer Belagerung als einer rennüblichen Verpflegung. Da es sehr heiß war, ich keine Zeit verlieren wollte , aber unbedingt trinken musste – der mit Melanie vereinbarte Verpflegungspunkt am Passo Pordoi war noch weit weg – entschied  ich mich mir den Nachschub aus einem der zahlreichen Gebirgsbäche zu besorgen. 

Nach dem dritten längeren Anstieg teilte sich die Strecke in lang und kurz dadurch wurde es im Feld endlich strukturierter.  Ich fand eine gute Gruppe hoch zum Mahlknechtjoch, der letzte lange Anstieg. Am Pass angekommen galt es jetzt die letzte Abfahrt ohne Defekt zu meisten und den Hero heimzufahren. Die Ziellinie wurde nach 7:19, als 11. in der Altersklasse und 54. gesamt bei den Männern, erreicht.

Mein Fazit. Ich freue mich sehr über die gelungene Renneinteilung und mentale Stärke, das Zillertal kann kommen. Für das hohe Startgeld bekommt man viel neben dem Rennen geboten. Leider aber kein leistungsorientierte Einteilung der Startblöcke (im Hobbybereich).

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