Thomas und Matthias beim Giro Elkhofen

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Für die Münchner Fraktion war mehr oder weniger ein Heimrennen auf der Straße angesagt.  Da beide unterschiedliche Rennen innerhalb des Giro absolvierten mal zwei unterschiedliche Erfahrungsberichte.

Thomas:

So, die erste Saisonhälfte ist vorbei und nach einigen Zeitfahren (incl. Bayerischen Meisterschaften) war es Zeit, meinem spätberufenen Radfahrerleben eine neue Erfahrung hinzuzufügen – ein Rundstreckenrennen auf der Straße.

Nach langem Studium der angebotenen Rennen – und da vor allem der Höhenprofile – fiel die Wahl auf den Giro d’Elkofen am vergangenen Sonntag. Für die Mastersklasse des Jedermann-Rennens standen 8 Runden zu je 5 km, also insgesamt 40 km, auf dem Programm. Mit einem etwas mulmigen Gefühl habe ich mich auf die Anfahrt gemacht und als ich ankam war mir sofort klar – alle Jedermänner sind wohl krank oder anderweitig verhindert. Nach meinem Eindruck waren überwiegend Lizenzfahrer am Start und mein Respekt vor der ganzen Aktion stieg noch mehr an.

Um 11.15 ging es dann los – ca. 40 Starter machten sich auf den Weg und ich habe mich mal ganz vorsichtig am Ende des Feldes einsortiert. Wie gesagt – mein erstes Mal und ich bin noch nie in einer derartigen Gruppe im Renntempo gefahren. Nach den ersten ebenen Metern ging es dann erstmal leicht bergab, um dann in den ersten von zwei Ansteigen je Runde zu fahren. Angesichts der Tatsache, dass Größe und Gewicht die Bezeichnung „Bergfloh“ bei mir etwas skurril erscheinen lassen, war meine größte Angst gleich am ersten Berg abzureißen. Erstaunlicherweise konnte ich – natürlich mit großer Anstrengung – mithalten, wobei ich aus der letzten Kurve, nur um dran zu bleiben, für doch ca. 200m über 600 W im Durchschnitt treten musste.

Angesichts der unmittelbar einsetzenden Schnappatmung hatte ich nach der ersten Runde und dem zweiten Anstieg, der mit gut 500 W vergleichsweise entspannt war, ernste Zweifel, das Rennen beenden zu können. Insofern habe ich von da an von Runde zu Runde geplant – und siehe da, mit zunehmendem Rennverlauf hat sich eine gewisse „Routine“ eingestellt und es waren nicht mehr ganz diese Leistungsspitzen nötig, um dran zu bleiben. Insofern ist es mit gelungen, mich angesichts des recht starken Windes auf den Geraden im hinteren Feld zu verstecken und meinen Energie auf die Anstiege zu konzentrieren. Spätestens bei halber Renndistanz war mir dann klar, dass ich durchkommen kann, also Zähne zusammengebissen, Hirn und Schmerzzentrum deaktiviert und durchgezogen. Bis auf einen Ausreißer war das Feld auch in der letzten Runde noch zusammen und so konnte ich in der kurzen Abfahrt meinen auf Abfahrten beschränkte Wettbewerbsvorteil ausspielen. Mein Gewicht, konsequente Aeroposition und der sich daraus ergebende Schwung mit ein paar Watt Tretunterstützung haben mich dann ins Mittelfeld „gespült“.

Die letzten Kräfte für den Sprint auf dem Schlussanstieg mobilisiert und mit erstaunlicherweise noch über 600 W auf den letzten 250 m habe ich mich riesig über Platz 8 in meiner Altersklasse gefreut. Der Blick auf den Radcomputer hat immerhin eine Durchschnittsgeschwindigkeit von deutlich über 40 km/h angezeigt… Nachdem sich meine zitternden Beine etwas beruhigt hatten, konnte ich mich dann entspannt und zufrieden dem Zusehen beim Hauptrennen widmen und Matthias kräftig anfeuern. Wie es ihm ergangen ist, wird er gleich selbst berichten…

 

Matthias:

Ich bin das Jedermann bis einschließlich C-Lizenz Rennen mit 60KM gefahren.  Der Plan war die ersten 2-3 Runden abzuwarten und dann zu attackieren in der Hoffnung das noch 2-3 weitere mitgehen.  Gesagt getan, ich bin zwar  vom Feld weg gekommen aber in dem Falle leider allein. Bei noch 40KM  zu fahren war das Unterfangen zum scheitern verurteilt also habe ich mich nach einer Runde wieder einholen lassen. Eine Runde später ging dann vorn eine größere Gruppe weg, zu dem Zeitpunkt war bei mir noch erholen im Feld angesagt, also Anschluss verpasst. Das hatte mir noch keine Sorgen gemacht da mit RC-ARBÖ Felbermayr Wels und dem Veloclub Augsburg Racing Team zwei größere Mannschaften im Feld waren die keinen Fahrer vorn hatten und sicher noch fahren würden.  Das ist nicht passiert, dafür wurde  vorn im Feld ordentlich „Störarbeit“ verrichtet und so blieb es bei der Konstellation.  In der letzen Runde ging es noch um die „goldene Ananas“  im Hauptfeld :-).   Was ich mitnehme ist, das die  Beine sich im Rennen ganz gut anfühlen und ich auch über die Dauer besser mit dem Leistungsspitzen zurecht komme.  Nun geht es in 2 Wochen zu „Rad am Ring“ wo ich gerne Top25 auf der 75KM Runde fahren würde.

 

 

 

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