Rothaus BikeGiro 2018

Nachdem der BikeGiro im Engadin sich zum Urlaub wandelte, war klar ein Etappenrennen muss noch mal sein.

Also ab in den Schwarzwald zum RothausBikeGiro. Nach der Anmeldung und dem Blick in die Startliste war klar es wird wie ein großes Klassentreffen, da doch sehr sehr viele bekannte Gesichter am Start sein werden.  Ja, so war es… es war eine Geile Zeit mit tollen Typen und entspannter Atmosphäre.

So lief es bei mir:

Etappe 1: Prolog (9,9km / 450 hm)

Es wird hart, das war spätestens nach der Streckenbesichtigung mit Kevin klar. Kurz gesagt lief es dann so: Startrampe runter… 1,2 km bergauf… 800m technischer Trail bergab …. 7 km steil Bergauf… 2 km technischer Trail bergab… 900 Meter sauteil bergauf inkl. Skibrücke ins Ziel. Puls ab km 0 = 185 … 38 Minuten später Prolog Ende….  Platz 41 von 65 :o(. Ich bin einfach kein cc Fahrer, das steht mal fest. Mal sehen was die nächsten tage so geht.

Etappe 2: 59 km / 2.250 hm …die erste richtige Etappe

Nachdem mein Vorsatz aus dem letzten Jahr (besser durch den Prolog kommen) wieder kläglich gescheitert ist, musste ich es dann heute wieder neu angehen. Die Taktik auf der zum Grossteil bekannten Strecke, schließlich geht es nach der ersten Abfahrt erst mal auf die im Juni gefahrene Ultrabikestrecke, gefolgt von 2 langen Bergen, sollte mir liegen. Einzig der Start machte mir etwas Angst, da keine Neutralisation sondern direkt der Scharfe Start erfolgt. Nach ca 200 Metern geht es mit Vollgas auf Schotter in die erste Abfahrt die sich dann sehr verengt. Da lagen dann auch die ersten Fahrer. Ich konnte mich aus allem raushalten und so mein Rennen fahren wie ich es mir vorgenommen hatte. Die beiden Berge brachten mich Fahrer um Fahrer nach vorne und auch in den technischen Abfahrten konnte ich weiter Boden gut machen. So ein Leistungsmesser, der einen unterstützt ist hierbei echt hilfreich und kann ich jedem nur empfehlen. Am Ende konnte ich ggü. dem Vortrag 4 Plätze gutmachen und lag nun auf Platz 37 Gesamt meiner AK.

Etappe 3: 76 km / 2.200 hm … Königsetappe / Queenstage …oder anders: Das Trailfeuerwerk

Obwohl wir dieses Jahr in umgekehrter Reihenfolge die Etappenorte befuhren, war dies in Großteilen ebenfalls eine bekannte Strecke. Nach der Anfahrt über schnelle Forstwege von Rothaus Richtung Tittisee bekannt das Singletrailfeuerwerk. Ab ca km 34 folgten sowohl bergauf als auch bergab um die 27 km Singletrail am Stück. OK 4 km Singletrail bergauf muss man mögen, aber tausendmal besser als dieses Forstweggeballer… Nochmal ein langer Berg nach der 3. Verpflegung, km 64 über den ich ebenfalls wieder gut drübergekommen bin, waren wir wieder in Rothaus. Die Belohnung für den langen Tag Platz 31 am Tag und Rauf auf die 35 Gesamt…

Etappe 4: 63,5 km / 1.400 hm … Final Stage … voll auf die Mütze

Beim Blick auf das Profil dachte ich noch, greif ich noch mal an sind ja nur 3 Minuten auf die Top 30. Eigentlich müsste es mir liegen, 2 längere Berge und die letzten 20 km wellig bergauf, dazu haben die Mädels entschieden die Verpflegung an km 20 zu nutzen weil Sie besser erreichbar ist, danach Trail bergab und entspannt nach Hause. Hatte ich mir schön gedacht. Wollte ich nach 1:15 bei den Mädels sein, erreichte ich Sie bereits nach 58 Minuten! die ersten 10 km wurde mit einem knapp 30er Schnitt gefahren. Die Wattzahlen waren doppelt so hoch wie geplant und ich war echt angeschlagen. Ich konnte nicht mehr , aber alle anderen konnten. Als ich von den Fahrern aus dem letzten Block eingeholt wurde mit den Worten :“Kristian was machst Du hier, dass ist unser Bereich“ musste ein neuer Plan her. Zum Glück kam jetzt der längere Anstieg und ich konnte wieder mein Tempo und meine Watt abspulen und mich in mein gewohntes Feld vorfahren. Jetzt hatte ich Glück das wir uns relativ einig waren in der neuen Gruppe und gemeinsam die nächsten Wellen gefahren sind. Ohne die „Reisegruppe“ wär ich einfach nur eingegangen. Das Tempo war unbeschreiblich hoch und am Ende stand für mich fast ein 23 er Schnitt auf die 63 km zu Buche. Das einzige Ziel war ab km 5 nur noch ankommen… Geschafft … Das Ergebnis war eigentlich zur Nebensache geworden. Mir Ging es aber wohl nicht alleine so, denn obwohl ich auf Platz 39 die Etappe beendete ging es in der Endabrechnung noch einen Platz hoch auf die 34. Ok nehm ich… Aber sowas hatte ich schon lange nicht mehr… 3 Stunden Vollgas egal ob hoch, runter, links, rechts … einfach voll auf die Mütze.

Fazit:

Jeder der mal ein Etappenrennen fahren möchte, keine Lust auf Umzugsstress dabei hat, ist hier genau richtig. Obwohl jetzt zum 2. Mal an gleicher Stelle veranstaltet wurden wieder vier fast völlig neue Strecken präsentiert und eins war im Vorfeld schon klar, entspannt wird es nicht. Das Niveau ist schon extrem hoch, aber gerade das macht den Reiz aus. Ganz viel internationales Publikum, das sich aber auf der Strecke extrem respektvoll begegnet und eins gemeinsam hat. Einfach eine Geile Zeit mit dem schönsten Hobby der Welt verbringen.

Apropos Danke an alle die Dabei waren. Ihr seid die Besten

Danke Kevin, Danke Andi, Danke Franzi, Danke Michaela, Danke Melanie, Danke Romi und Emma. Ihr habt das ganze wieder zu einem ganz besonderen Erlebnis für mich gemacht.

Und Andrea, Sven und Erik… Das war schon eine Riesen Überraschung Euch im Ziel zu sehen… Danke

Geile Zeit … Geiles Team

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

 

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich akzeptiere