Saisonfinale der Nachwuchs-Bundesliga

on

Letztes Wochenende ging es für Antonia und mich zum letzten Rennen der Nachwuchs-Bundeliga im Rahmen des 6.Fullgaz-CC-Race im schwäbischen Obergessertshausen. Die Anreise erfolgte bereits am Donnerstag Abend, um in aller Ruhe am Freitag auf der Strecke trainieren zu können. Der Trackwalk am nächsten Morgen zeigte jedoch, dass aufgrund der nächtlichen intensiven Regenfälle, ein Training in den technischen Passagen aufgrund schlammiger Bodenverhältnisse und sehr rutschigen Verhältnissen im Rockgarden vorerst nicht möglich war. Unabhängig davon konnten wir uns jedoch schon einen gutes Bild davon machen, was uns im XC Rennen erwarten würde. In der Hoffnung dass die Strecke in den Folgetagen abtrocknen würde. Spätsommerliche Temperaturen und Sonnenschein ermöglichten uns dann jedoch bereits Nachmittags ein erstes Training auf Strecke, die es wirklich in sich hatte.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Bei sehr steilen, verwurzelten Abfahrten zwischen Bäumen hindurch in Kombination mit kaum vorhandenen Sturzzonen mussten wir beide in den ersten Versuchen doch schon etwas Überwindung an den Tag legen. Auch der Rockgarden war alles andere als Easy-Going. Am Ende des Tages konnten wir jedoch an alle technischen Sektionen einen „Erledigt“-Haken setzen und uns auf den am nächsten Tag stattfindenden Eliminator-Sprint konzentrieren.

Dieser bestand aus einem Einzelzeitfahren auf einem Rundkurs der aus Sprüngen, Anliegern, Pumptrack Elementen und kurzen Anstiegen bestand. Die schnellsten 16 Damen bzw. 32 Herren kamen dann in die Heats, einem KO-Finale bestehend aus 4 Fahrern/innen, aus dem die beiden Schnellsten in die nächsten Runde einzogen.  Da ich vorher noch nie einen Sprint bestritten hatte, landete ich aufgrund einer falschen Gangwahl beim Start als auch im Anstieg leider auf dem etwas undankbaren 18. Platz und verpasste die Heats um knapp 2 Sekunden.

Antonia machte jedoch alles richtig und fuhr mit einem beherzten Einzelzeitfahren auf den 11. Platz  und zog souverän in die Heats ein. Dort traf sie dann in der ersten Runde gleich neben der Deutschen Meisterin auf weitere Kaliber aus der NWS Gesamtwertung. Leider rutschte sie beim Start aus dem Pedal und kam an Position 4 liegend aus der ersten Kurve. Zwar gelang es ihr noch die deutsche Meisterin zu überholen, jedoch reichte es nur noch zum 3. Platz in diesem Heat und sie musste leider ausscheiden. Letztendlich belegte sich aber trotzdem eine sehr guten 12. Platz und sammelte somit ordentlich Punkte für die Gesamtwertung.

Am Sonntag herrschten dann perfekte Bedingungen. Die konditionell und technisch anspruchsvolle Strecke war weiter abgetrocknet und die Temperaturen mehr als angenehm. Basierend auf den Ergebnissen des Sprint erfolgte die Startaufstellung. Während ich mich somit etwas weiter hinten einreihen musste, konnte Antonia im Mittelfeld starten. Mit meinem 18. Platz vom Vortag musste ich mich etwas weiter hinten einreihen. Während des Starts konnte ich leider keine Positionen gut machen, sodass ich in der kurz darauf folgenden engen und technischen Passage eine langsamere Fahrerin vor mir hatte, die ich nicht überholen konnte, sodass innerhalb kürzester Zeit eine größere Lücke nach vorne entstand. Im Rockgarden konnte ich dann vorbeiziehen, da die Konkurrentin sich für die leichtere und langsamere B-Linie entschieden hatte.  In den folgenden technischen Sektionen wollte ich die entstandene Lücke nach vorne wieder schließen, war in einer Abfahrt dann leider einen kleinen Tick zu schnell, wobei ich zwar die Kollision mit einem Baum, nicht jedoch einen Sturz vermeiden konnte. Unverletzt, jedoch aus dem Rhythmus gerissen, war die Aufholjagd vorerst beendet.

Wie sich in der folgenden Runde zeigte war der Abstand zu den vor mir liegenden Konkurrentinnen leider zu groß um noch einen realistischen Angriff starten zu können. Bis zum Ende des Rennens konnte ich mich weiter von den hinter mir liegenden Fahrerinnen absetzen und beendete schließlich auf einem 17. Platz das letzte Rennen der Nachwuchs Bundesliga.

Antonia startete im Mittelfeld auf Platz 12 und hatte eine guten Start, in dessen Verlauf sie ihre Position behaupten konnte. Bereits in den ersten technischen Sektionen konnte sie sich weiter nach vorne kämpfen und sich im Mittelfeld festsetzen. Technisch anspruchsvolle Strecken liegen ihr einfach. Auch den Rockgarden meisterte sich in jeder Runde souverän, was man nicht von jeder Fahrerin behaupten konnte.  Am Ende erreichte sie einen super 11. Platz und war damit höchst zufrieden, da vor ihr nur noch namhafte Fahrerinnen zu finden waren.

Mein persönliches Fazit dieser Nachwuchs-Bundesliga Saison fällt etwas gemischt aus. Während die Saison mit Hausach und Gedern katastrophal begann, konnte ich Mitte des Jahres durch ein angepasstes Training die gesundheitlichen Probleme langsam in den Griff bekommen. Die Tendenz zeigt mittlerweile nach oben, den Trainingsrückstand aus dem Frühjahr konnte ich aber nicht mehr ausgleichen. Somit blicke ich optimistisch und voll motiviert bereits Richtung 2019.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

 

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich akzeptiere