Auf den Spuren des Engadin Bike Giro

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Alles ist anders, zweitens als man denkt….Eigentlich hatte ich für ein ganz klares Saisonziel für 2018, der Engadin Bike Marathon. Das Etappenrennen mit dem ich noch eine Rechnung offen habe und zum anderen durch so eine geniale Landschaft führt und über noch viel bessere Trails. Und da ein Bär alleine auf weiter Flur nur halb so viel Spaß hat, fand Kris die Idee super und Franzi mindestens genauso gut, um neben der Verpflegung auch noch Trails rocken zu können. Gesagt getan, wurde wieder die gleiche FeWo wie 2016 gebucht. Leider ließ mein Trainingszustand einen Start nicht zu, so rockten wir zu 3. die Trails in und um St. Moritz um danach noch nach Livigno weiter zu ziehen. Das war eigentlich als Erholungspart nach dem Rennen geplant.
Um nicht andauernd mit dem Rennen zu kolidieren, aber auch einige Passagen mit zu nehmen begannen wir mit dem Flow Trail auf der Corviglia. Zum eincruisen genau richtig. aber erstaunlich trocken und dazu noch ein herrlicher Blick ins Tal, so konnte man es aushalten. Anschließend ging es nach ganz oben auf den Piz Nair. Also erstmal Danny Mc Askill mäßige Bilder machen und ab auf den super langen und genialen Trail hinunter. Durch die etlichen Fotoshootings dauerte das auch seine Zeit (trotz sau kalten Temperaturen), aber wir waren ja im Urlaub 😀 Leider nahm Kris gleich eine Bodenprobe, natürlich da wo eigentlich nichts passieren konnte. Trotzdem ging es recht zügig über die teils technischen Passagen im Val Suvretta. Mit dem Enduro machts echt Spaß. Mit dem Race-Fully wäre es etwas holpriger geworden. Da wäre man echt froh gewesen, endlich unten auf dem gebauten Fopettas Flow Trails rauszukommen. Dank der bereits vorhandenen Beschilderung kam auch schon fast Rennfeeling auf. Unten ging es natürlich noch mal hoch, das Liftticket musste ja ausgenutzt werden um zum Schluss nochmal den WM Flowtrail zu rocken.

Dieser sollte sich im Laufe der Tage zu unserem Lieblings- und gleichzeitig meist befahrenen Trail entwickeln. Nebenbei bot sich so auch noch auf die teils bereits sehr gezeichneten Gesichter des Bergzeitfahrens des VAUDE Engadin Bike Giro. Für den Tag drauf hatten wir uns den Trais Fluors vorgenommen. Da wir einen Stück der Rennstrecke entgegen gesetzt fahren mussten, entschieden wir uns für einen frühen Start, um direkt auf den Piz Nair zu gondeln. Doch wie es bei den herrlichen Schneefeldern und dem bomben Wetter eigentlich klar war, mussten wir wieder andauernd Bilder schießen. Neben denen von uns natürlich auch von den Murmels. Diese waren so zahlreich unterwegs und rannten sogar vor uns auf den gebauten Flowtrails rum. War echt witzig, aber auch ganz schön Lebensmüde von den kleinen Tierchen. Der Anstieg hoch auf auf den Trais Fluors war dann eine etwas größere Qual. So steil, dass teils nur noch schieben möglich war und dass das alles auf über 2600m lag, machte es auch nicht gerade einfacher.

 

 

Doch die Aussicht beim Mittagessen ganz oben entschädigte dann für die Strapazen. Nebenbei konnten wir auch bereits die Racer sehen, verdammt, das wird wohl knapp. Aber spätestens unten an der Rennstrecke hatte jeder von uns sein Grinsen zurück.

 

Nicht umsonst wird der Trail als einer der schönsten der Schweiz beschrieben. Schade nur dass wir das wohl technischere Stück unten weglassen mussten. Nach den ersten bekannten Gesichtern auf der Strecke probierten wir kurz, ob wir doch entgegen den Racern fahren könnten. Wir brachen dies aber sehr schnell ab und entschieden uns den Rest des Tages auf dem WM Flowtrail zu verbringen. In Verlängerung zu diesem fanden wir noch einen herrlichen Naturtrail der uns dann immer wieder zur Zahnradbahn und demnach wieder hoch brachte. Es war einfach herrlich. Und das Fotoshooting hat sich glaube ich auch gelohnt.

Am Sonntag ging es dann direkt über den Bernina nach Livigno, um dort ein bissl zu cruisen. Leider waren die nagelneu geshapten Strecken am Carossello noch zu neu, so dass wir zügig auf die natürlicheren Strecken am Mottolino wechselten und dort dann richtig Spaß hatten. 2 Tage lang machten wir auch dort alles mögliche unsicher, und stärkten uns mit Burgern und Abends natürlich dem phanomenalen Abendessen im Hotel und dem obligatorischen Tiramisu danach.

 

 

Doch die 4 Tage technische Trails rocken merkten doch alle mehr als gedacht, so dass wir zum Schluss noch eine herrliche Tour machten. Okay, Franzi fand die sehr steilen kurzen Anstiege nicht gerade witzig. Erst recht nicht weil wir Jungs das ein oder andere Mal fast in den Racemodus verfielen. Zusammenfassend war es einfach eine super schöne und kurzweilige Woche mit Hammer-Trails. Mal schauen ob es nicht doch mal was mit dem Rennen wird. Und für alle anderen die in der Ecke noch nie waren: Geht unbedingt mal hin, für alle die s mögen gehts ja auch ohne Gondel, aber denkt an die Anstiege, die immer um die 1000hm haben und dann auf ca. 2500 oder noch höher Enden 😀 Und allen Racern unter euch kann ich den Vaude Engadin Bike Giro nur empfehlen, geniale Landschaft, super Orga und noch geilere Trails 🙂

 

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