The long way back – Chapter 1 – Hab da noch ne Idee. Hast du Lust auf Transalp?

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13. August 2017:

Moment 2017? Sollte das hier nicht ein Rückblick über die letzte Saison werden? Oder ein Blog über den langen Weg zurück aus der Winterpause? Was ist denn in 2018 passiert?

Gut ein Jahr war ich von der Mountainbike-Welt verschwunden. Ruhig ist es geworden nach dem Zieleinlauf des Bike Giro am 13. August 2017 auf dem Feldberg. Der ein oder andere mag sich jetzt fragen warum.

Das Rad an den Nagel gehängt? Luft raus? Kein Bock mehr auf Quälerei? Teilweise ja.

01.September 2017:

Das schöne Studentenleben ist vorbei. Leider. Jetzt hat es auch mich erwischt. Arbeiten gehen… Zum 01. September 2017 habe ich die Chance bekommen beim Radlabor Freiburg im Vertrieb von den Smartfit Bikefitting Systemen zu arbeiten.

Da nach TransAlp und Bike Giro sowieso die Luft für die Saison 2017 raus war, fiel es mir auch nicht schwer das Rad in den Keller zu stellen und mich erst einmal auf die neuen Aufgaben im Job zu fokussieren. Wie die Jahre zu vor, bin ich davon ausgegangen, dass nach spätestens einem Monat, vielleicht zwei Monaten, die Motivation fürs Training wieder zurückkommt.

Doch in diesem Winter sollte die Motivation nicht so schnell zurückkommen. Oder besser gesagt sie kam gar nicht mehr zurück.

21.12.2017:

Nach gut zwei Jahren war es dann soweit. Es ging wieder zurück in die Heimat. Zurück nach Gießen. Das hieß Abschied nehmen von dem wunderschönen Freiburg und zunächst einmal zurück ins „Hotel Mama & Papa“. Motivation wo bleibst du?

01.02.2018:

Der nächste Schritt. Raus aus dem „Hotel Mama & Papa“ zusammenziehen mit der Freundin. Neuer Lebensmittelpunkt Friedberg in Hessen.

März bis Juni 2018:

Langsam hat sich in der neuen Wohnung alles eingespielt und wir haben uns eingelebt. Wasserschaden inkl. Auch das Rad wurde hin und wieder mal aus dem Keller geholt. Von zielgerichtetem Training, wie ich es die letzten Jahre betrieben habe, konnte jedoch keine Rede sein. Maximal zwei Stunden locker über die Trails im Taunus fahren. Bestaunt wurden die Wattzahlen, die noch vor einem Jahr problemlos die Berge hochgespult wurden. Was in dem Bereich bin ich letztes Jahr Intervalle gefahren? Völlig unmöglich. Auch das Trikot wurde immer enger und die Waage zeigte immer mehr an. Ein Teufelskreis.

17. Juni 2018:

Ultra Bike in Kirchzarten. Bei unserem Heimrennen darf ich natürlich nicht fehlen. Auch wenn ich bis dahin vlt. Nur 10-15 mal auf dem Rad gesessen haben. Der Speed-Track mit 52 Kilometer wird ja wohl noch drin sein.

Startschuss:

Na also geht doch. Die ersten Meter fühlen sich an wie immer. Die Wattzahlen stimmen und die Beine fühlen sich gut an. Wieso habe ich in den letzten Jahren eigentlich immer so viel trainiert? Scheint ja auch ohne Training zu gehen.

Kilometer 2:

Ahhhhhhhhh. Jetzt fällts mir wieder ein. Ohne Training geht halt doch nichts! Stück für Stück ziehen die Leute an mir vorbei. Naja was solls. Hauptsache Spaß haben.

Irgendwo auf der Strecke:

Oh man, letztes Jahr gings hier aber viel leichter hoch. Da hatte ich doch schon 110 Kilometer in den Beinen und jetzt? 45? Das kann nicht sein. Noch 7 Kilometer. Hoffentlich nimmt das bald ein Ende hier.

Im Ziel:

Puh geschafft. Platzierung? Keine Ahnung. Zeit? Keine Ahnung. Spielt auch keine Rolle. Es war mal wieder ein sehr schönes Wochenende mit den Bären. Darauf kommst an.

Ab jetzt steht das Rad mit Startnummer vom Ultra Bike unberührt im Keller.

01.September 2018:

Jobwechsel. Beruflich hat sich im Sommer einiges getan. Schweren Herzens habe ich mich dazu entschlossen das Radlabor zu verlassen und von der Radbranche in die Golfbranche zu wechseln.

05. Dezember 2018:

Whatapp: Hab da noch ne Idee. Hast du Lust auf Transalp?…..

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