Tour de Zwift

Das wird wohl auf ewig das Etappenrennen mit der kürzesten Anreise bleiben da es vom Sofa bis auf den Rollentrainer keine 3m sind.  Ok, es war von Zwift als Gruppenausfahrt ausgeschrieben und bis auf ein Trikot gab es auch nix zu gewinnen, getrödelt haben trotzdem wohl recht wenige . 9 Etappen mit unterschiedlicher Topographie gab es zu absolvieren, persönlich haben mir die WM Kurse von London und Innsbruck am besten gefallen und natürlich Alp d’Huez. Letzteres war richtig hart für mich und wäre ich die Etappe nicht mit einem Freund aus den Radverein gefahren hätte ich die Beine nach 40 Minuten hochgenommen. Haben ich aber nicht gemacht und bin so persönliche Bestleistung über 60 Minuten ever gefahren.  Ich war so grau das ich schlicht weg im Ziel vergessen habe das ich ja auf einer freien Rolle sitze und hier treten schon zu den Dingen gehören die man zwingend machen sollte. Rums.

Sonst schaut mein Equipment so aus, das ich vor mir den Laptop incl. Ventilator habe. Zwift die Watt von meinen Kurbelpowermeter nimmt und dann den Wiederstand der Rolle je nach Steigung und Gefälle verändert. Zwift brauch dann noch dein Köpergewicht um W/KG ausrechnen zu können. Das ganz Zeugs steht auf dem Balkon bei winterlichen Temperaturen damit mir auch nicht zu warm wird.

Was mir noch aufgefallen ist, das der Körper sich recht schnell an die Belastung auf der Rolle gewöhnt, das erste Rennen war noch so mittelgut vom Empfinden und der Erholung, dann ging es aber gleich besser. Bei 2 Rennen pro Woche nicht die schlechteste Eigenschaft.

Noch zum Rennverlauf. Das ist eigentlich wie „draußen“, die ersten paar Minuten wird sehr hart gefahren, dann bildet sich meist vorn ein Gruppe aus ca. 50 Fahrern die mit 4 W/KG in der Ebene dahinrollen und an den Anstiegen dann drauf treten.  Je nachdem wie lang der Anstieg ist kommst halt mit drüber oder eben nicht.  Ausnahme Alp d’Huez wo es nur hoch geht und du für die Top 10 schon mehr als 5 W/KG über 60 Minuten brauchst.

Die Tour hatte 24.328  Teilnehmer und ich bin auf Platz 97 (8h,56min) gelandet. Das war auch Top 10 der Fahrer aus Deutschland. Gewonnen hat das ganze mein Trainer Philipp, der seit den Anfängen von Zwift zu den stärksten Fahrern auf der Plattform gehört und nun auch für Canyon in einem Werksteam für E-Sport fährt.

Thema „Doping“ : Das geht natürlich wahnsinnig einfach wenn man sein Gewicht einfach nach unten korrigiert.  Aber auch hier gibt es jetzt eine Anti Doping Agentur für Zwift und auffällige Fahrer müssen Ihrer Trainingseinheiten von der Strasse einschicken um die Werte abzugleichen. Schöne neue Welt.

Ich werde definitiv noch weitere Rennen auf Zwift fahren da es für den Winter eine super Alternative zum herkömmlichen Rollentraining ist.

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