Zügige Trainingseinheit…

on

….größtenteils auf abgesperrter Rennstrecke 🙂

Eigentlich stand für mich gestern der inzwischen schon traditionelle Saisonauftakt beim MTB Marathon in Waldhaus über 42km und 900hm auf dem Programm. Aber erstens kommt es anders, zweitens als man denkt. Also wurde halt umgeplant….bei dem traumhaften Wetter und endlich mal Temperaturen in meinem Wohlfühlbereich machten wir uns doch auf den Weg. Bei herrlicher Alpensicht rollte ich ein bischen ein, natürlich noch warm eingepackt, hatte ja schließlich noch unter 20°C. Doch pünktlich zum Startschuss wurde es angenehm warm, so dass sogar ich kurz-kurz fahren konnte, erst das zweite Mal dieses Jahr, Wahnsinn und das Anfang Juni.

Also schön früh in den Startblock gestellt, tiefenentspannt natürlich und die Zeit für nette Gespräche mit meinen Vereinskollegen der SG Rheinfelden und natürlich auch alten Bekannten und den Teamkollegen genutzt. So verging die halbe Stunde wie im Fluge und es ging auch schon los.  Gemütlich wie geplant ging es Richtung ersten Trail mit dem gewohnten Stau. Auf den ersten Kilometern war es schon interessant anzusehen, wie manche mit dem Messer zwischen den Zähnen unterwegs sind. Und natürlich kein bissl Biken können, Fahrtechnik Null und in jeder Kurve oder Mini-Bodenwelle musste man Angst haben dass einen einer umfährt oder die Kontrolle verliert. Also möglichst immer als erster in die Abfahrten rein oder einfach Abstand halten war das Motto. Witzig waren,wie jedes Jahr, natürlich auch die mit einem Plattfuß. Wo auch immer man den sich dort einfahren kann, ich werde es denk nie verstehen. Unten beim Stau an der Brücke noch kurz die Pumpe verliehen und weiter ging es gemütlich mit dem ein oder andern kurzen Schwätzchen bergauf, sollte ja schließlich Spaß machen. So ging es dann auch schon Richtung erste Verpflegung, in dem flachen wurzligen und matschigen Trail schepperte es dann plötzlich hinter mir ohne Ende, keine Ahnung was der oder die da veranstaltet hat, evtl. nen Roadgap oder Monsterwurzeln oder sonst was entdeckt 😀

Also Wasser und Bananen geschnappt, den Essen geht immer, und nach dem üblichen Müll-Ziel-werfen weiter im Chilltempo. Aber schließlich war ich nicht der einzige im Reisetempo, so ergab sich immer mal wieder das ein oder andere Schwätzchen und mit einem ehem. Trainerkollegen im Schlepptau vorwärts. So hatte ich immer Gesellschaft, wenn auch eine etwas Unrythmische, aber so konnte ich wenigstens immer mal wieder taktische Spielchen üben, bergauf fahren lassen und bergab die Lücke wieder schließen, oder doch mal eine Welle wegdrücken, alles natürlich unter meinem gesetzten Limit. Und so waren wir dann auch schon an der 2. und letzten Verpflegung angelangt und es ging meine Hassstrecke, gefühlt immer bergauf die letzten 10km Richtung Ziel. Der ein oder andere konnte dann dank dem konstanten Tempo noch geschluckt werden und meinem Mitstreiter habe ich dann klar gemacht, er darf ruhig weiter Windschatten fahren, ich brauche eh keinen, habs nicht eilig. Mit dem Motto machte das Rennen dann echt Spaß, ohne extrem brennende Beine, konnte ich die herrliche Strecke und top Verpflegung echt genießen. Fühlte sich somit fast wie eine gemütliche Ausfahrt mit Kollegen an, so soll s ja auch sein, Spaß bei Rennen. Das an Sich ist ja nichts neues, aber so ohne richtige Quälerei doch mal eine ganz neue, lohnenswerte Erfahrung.

Auf dem letzten Kilometer hat mich dann doch das Rennfieber noch erwischt, wollte ja schließlich wissen, ob der Motor doch funktionierten würde und ich fuhr dann doch mal noch mit Renntempo gen Ziel. Ging sogar recht gut 🙂 Da dieZeit eh nebensache war war das auch egal. Ziel erreicht, Wattwert der Stages Kurbel und auch Pulswerte eingehalten und auf dem Garmin stehts im Blick gehabt). Dort ein Kaltgetränk geschnappt (leider kein Freiburger) und wieder das ein oder andere Schwätzchen geführt. Rakete Kevin, Youngster Leon und sein Bruder Basti waren natürlich auch schon da.

Aber so soll s ja eigentlich in einem Team auch sein; man trifft sich vorher und auch nachher und macht dann noch ein Teamfoto für, genau für hier. Aber ich hatte ja noch was vor, so machte ich mich mit der weltbesten Betreuerin auf den Heimweg. Doch der dauerte nicht lange, da wieder der Schluchsee als Zwischenstopp auf dem Plan stand. Dieses Jahr nicht zum chillen, sondern um die restlichen Kilometer heimwärts auf dem Bike zu absolvieren. Also ging es Richtung Feldberg um dann über den Rinken (wie ich doch den Anstieg vom Raimartihof hoch hasse) heimwärts zu rollen. So hatte ich dann auch in wenigen Tagen alle um die Heimat liegenden Hassanstiege erfolgreich absolviert. Auch wenn diese dieses Jahr (zum Glück) beim Ultra Bike nicht auf dem Pogramm stehen, falsche Strecke 😀 Aber darauf freue ich mich auch wieder, zusammen mit Kris den herrlichen PowerTrack unter die Stollen nehmen, genießen und uns darauf freuen wenn unsere Mädels an der Strecke zum Verpflegen stehen. Und natürlich auf das gemütliche Beisamensein im Stadion mit erfrischenden Kaltgetränken und evtl. ja auch wieder bei Kuchen.

Also genießt die Sonne auf den Trails und man sieht sich dann wieder in Kirchzarten. Grüße Sebastian