Längste BikeTour des Jahres…andere nennen das Ultra Bike Marathon in Kirchzarten

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Heute war es endlich wieder soweit, das Heimrennen direkt vor der Haustür beim Ultra Bike Marathon in Kirchzarten stand an. So wie es sein soll, war das Wetter nur gestern etwas bescheiden, wobei Kris und ich die Regenpause perfekt erwischten und ein paar Runden im Hexenwäldle inkl. Drop-Check drehten.

Heute hieß es dann früh aufstehen und hoch nach Hinterzarten; 2 Fahrer und 3 Betreuerinnen 😀 Nachdem wir es letztes Jahr bereits gemeinsam auf dem Marathon versucht hatten und ich explodierte, stand heute Versuch Nr. 2 auf dem Powertrack an. Dies ist meine absolute Lieblingsstrecke, landschaftlich schön und sonst auch und viel weniger Stress, Hektik und Verkehr als beim Marathon und vor allem ohne diesen kack Berg zu Beginn. Total verplant und noch im Halbschlaf verabschiedeten wir unsere Mädels und los ging die Radtour. Dieses Jahr ja ohne Titisee, d.h. gleich mal in einen Anstieg, wo die Marathonspitze an uns vorbeiflog. Da zeigte mir Kris mal gleich sein Hinterrad; war aber abgemacht, bergab fährt jeder sein Tempo und ich fahre die Lücke bergab wieder zu 😀 Gesagt getan, Kris eingeholt und überholt, da er etwas eingekesselt war und ab auf einen netten Wiesentrail der uns wieder auf die alte Strecke führte. Bissl rutschig wars, also Flucht nach vorne, nicht dass sich auch auf dem 2. Minitrail wieder direkt vor mir einer hinlegt. Auf vom Bike Giro oder eben vom Ultra Bike bekannter Route ging es dann Richtung Altglashütten um dort an der Fahrnwitte das erste Mal zu schieben. Wer sein Bike liebt der schiebt, aber ist einfach vernünftiger als sich dort schon blau zu fahren. Danach begannen dann meine Lieblingabschnitte runter nach Menzenschwand, endlich wieder Essen und Flasche bei meinen Eltern schnappen, nächste Rampe schiebend hoch, kurz zuvor noch Details mit Sigi zum Haxenfest in Oberried am nächsten Sonntag bsprochen und mit herrlichem Ausblick nach Bernau. Dort musste ich das erste Mal an vor ein paar Jahren denken, als ich dort so meine Probleme hatte. Aber wir waren ja vernünftig unterwegs und so war das kein Ding und ich hatte ja Kris als Motivator dabei, und er mich. Im folgenden Anstieg, fuhr er mir wieder etwas davon, die Aufholjagd gestaltete sich dann aufgrund Parkenden Bikern etwas langwieriger, aber in Todtnau bei der Verpflegung waren wir wieder zusammen und besprachen den Plan bis Aftersteg. Doch zu Beginn des Anstiegs, wurde es hinten etwas schwammig, was im gleichen Moment auch Kris bemerkte. Also Stopp, Pumpe raus, doch das war nix. Also schickte ich Kris Richtung Mädels-Checkpoint an der Alpe de Fidlebrugg. Mist somit war auch Versuch 2 das Ziel gemeinsam zu erreichen wieder nix, also muss wohl nächstes Jahr nochmal geübt werden. Aller guten Dinge sind ja drei. Ich fuhr wieder runter zur Verpflegungsstation zu irgendeiner Standpumpe. Dort wurde mir auch gleich geholfen und die Milch machte den Cut auch gleich dicht. Gemütlich wieder angezogen und wieder los, ich musste mich aber bremsen, wollte Zeit gut machen. Also Tempo raus und konstantes Tempo bis nach Aftersteg. Dort war wieder eine Bombenstimmung, also mal im Wiegetritt die Rampe hoch, Beine waren ja noch gut. Doch die Pulswerte waren dann doch knapp unter der Schwelle und Watt eh drüber, also hinsitzen und schon war ich bei Schatzi. Neue Flasche geschnappt und mit Kuss in den Hassanstieg zum Knöpflesbrunnen. Dort merkte ich etwas weiter oben schon, dass es wohl doch etwas zu schnell war auf den bisherigen 50km, also Gang raus und chillen. Ziel war ja eh keine neue Bestzeit, sondern einfach die längste Bikerunde des Jahres möglichst ohne Quälerei absolvieren. Oben angekommen suchte ich meine Eltern, waren nirgends, naja Flasche füllen lassen (echt netter Service) und weiter auf die welligen und nimmer enden wollenden Kilomenter bis Hofsgrund. Eigentlich mag ich ja wellig, aber das da oben nicht, liegt evtl. auch daran, dass man teils auf den ätzendsten Passagen der Schaui-Spur vom Winter unterwegs ist, die ich dort schon hass, aber ging schon. Dank geschickter Spurwahl fühlte ich mich dann auch wie im Winter, bekam ich auch eine gratis Dusche und Erfrischung für die Beine, tat aber echt gut. In Hofsgrund wollte ich eigentlich nochmal die Flasche füllen, war aber dann zu faul zum anhalten und schraubte mich den Berg hoch. Sitzend natürlich, Wiegetritt fühlte sich, naja nimmer geschmeidig an. Direkt nach der Aufnahme von Gel lief der Motor wieder wie mit Super Plus, aber halt nur kurz. Dann ging es aber auch schon in die lange Abfahrt bis zur Kehre bei der Rappenecker Hütte, darüber war ich echt froh, dachte die ist viel kürzer. Dort stand dann auch wieder jemand Bekanntes zum anfeuern und so gab ich nochmal Vollgas. Die Beine wollten auch wieder und so ging es wieder im echten Renntempo Richtung letzte Abfahrt. Dort wieder nichts riskieren, aber evtl. doch ein paar Minuten gut machen, sry Rennfahrergen kann man einfach nicht ablegen und schon war ich wieder im Stadion.

Als 34. in meiner AK im 34. Lebensjahr war ich dann auch nach 4:48h Fahrzeit, inkl. Extrarunde bzw. 4:54h glücklich endlich vom Bike absteigen zu dürfen. Ganz zu schweigen vom netten Empfang. Danke an meine beste Verpflegerin und den netten Empfang der bereits wartenden Teamkollegen. Und Kris, ja wir könnten das echt nochmal probieren, irgendwann klappt das dann auch; bist stark gefahren. Gratulation natürlich auch an alle anderen Teamkollegen und Kolleginnen.

So und jetzt heißt es Beine hoch mit Freiburger Radler relaxen, Grüße Sebi