Joe & Michi & die Swiss Epic 2019

geschafft … mein Saisonhöhepunkt 2019 das Finish mit meinem Partner Michi beim  5 Etappen Mountain Bike Rennen SWISS EPIC mit 350km und 12000hm in Graubünden … ohne Defekte … die hatten wir ja bei den Vorbereitungstouren schon alle durch …

Wir hatten bereits die Nacht vor der ersten Etappe eine Übernachtung in Davos gebucht, so konnten wir uns in aller Ruhe anmelden und uns ab dem frühen Abend bei der Streckenvorstellung bis zum Start am nächsten Morgen ausgiebig  dem Starkregen in Davos zu widmen (weniger lustig) … und uns sicherheitshalber etwas zu stärken … was sichtlich mehr Spaß machte …

 

Erste Etappe: Davos nach St. Moritz im Regen.

300 Teams werden bei Dauerregen auf die Rennstrecke entlassen. Manche wie Joe mit Duschhaube auf dem Kopf, (so blieb zumindest der Helm trocken) andere wie Michi mit den langen Regenklamotten Ihrer  Frau … Hauptsache dicht.

 

Ein Highlight der ersten Etappe ist der Albulapass. Trails bis ins Engadin garantieren auch bei Nässe maximalen Spaß. Mit über 3000 Höhenmetern gehörte die Etappe nicht nur wegen den Wetterverhältnissen zu den härtesten.

 

Die Radputzer ( im Anmeldepreis inklusive) und die Werkstatt direkt unter unserem Hotelzimmerfenster arbeiten bis nach 23Uhr um die Räder aller Teilnehmer wieder in Top Zustand für die nächste Etappe zu versetzen. Unser Hauptproblem ist die Klamotten wieder trocken zu bekommen …

St. Moritz behält uns zwei Nächte. Die 2. Etappe ist ein wunderschöner Rundkurs von knapp 70km und führt uns bis auf 2600 M.ü.Nn. und das Wetter wird nun von Tag zu Tag besser, zumindest von oben werden wir nicht mehr nass.

Der WM-Trail schießt uns wie eine Kanonenkugel ins Tal.

Da sind wir schon bei Etappe 3. Ziel Lenzerheide mit abschließendem Worldcup Track.

Der Untergrund wechselt ständig. Nass, rutschig oder auch Asphalt fordern jede Sekunde volle Konzentration. Im Ziel treffen wir immer wieder auf Fahrer, die ihre Wunden verarzten lassen. Wir haben Glück und kommen problemlos durch. Beim Frühstück hatte ich mir noch aus erster Hand von Sönke Wegner, dem Wurzelgott aus Freiburg  Tipps zur richtigen Technik bei den rutschigen technischen Passagen geben lassen, was nicht immer aber immer öfters auch gut klappte.

Bergauf muss auch mal geschoben werden bei fast 30Grad Steigung um auch mal andere Muskeln arbeiten zu lassen.

Lenzerheide ist Start der 4. und 5. Etappe. Bekannt wurde dieser kleine Alpenort bei den Bikern u.a durch die WM 2018. Wenige Tage vor unserer Ankunft fand hier der Worldcup statt. Die bikefreundliche Atmosphäre strahlt die Region überall aus.

Langer Uphill – Langer Downhill! Jeder Tiefenmeter will genutzt werden und so lassen sich die Organisatoren nicht lumpen. Wir haben viel Spaß! Generell ist das Rennen mit der nötigen Ausdauer und Fahrtechnik gut machbar.

Unterhalb der Baumgrenze treffen wir auf viele Pilzsammler. Der Wald scheint den perfekten Nährboden zu bieten. Uns bereitet er ein dickes Lachen ins Gesicht.

Adios Lenzerheide! Wir treten für die letzten Kilometer in die Pedale. Michi hat sich gestern bei einem fiesen Sturz die Rippen geprellt , aber mit viel Ibu intus schaffen wir auch die letzte Etappe.

 

Bei Regen gestartet, bei Sonne das Ziel in Davos erreicht. Eine geniale Location und die perfekte Orga erleichtern die Strapatzen.

Platz 59 von 300 gestarteten Teams, mit Teilnehmern aus 41 Nationen, mit einer Gesamtfahrzeit knapp über 28 Stunden. Aber Platzierungen sind hier eher zweitrangig, wichtiger ist das Erlebnis im 2er Team in einer der schönsten Gegenden der Welt gemeinsam das gesetzte Ziel erreicht zu haben.

Dazu muss ich nochmal das komplette Swiss Epic Paket loben, klar kostet das schweizer Event eine schöne Menge Kohle, aber dafür wird auch vom feinsten geliefert…der Kurs mit fordernden Höhemetern und Trails bergauf und bergab von Flow bis fast unfahrbar, die Verpflegung vor während und nach den Etappen,die 4 Sterne Hotels,das Abendessen und die üppigen Frühstücksbuffets,die Radreinigung, die ganze Orga, schon im Vorfeld und auch die mediale Aufbereitung auf Facebook Live-Übertragung der Etappenstarts etc. da müssen andere Etappenrennen sich ganz schön strecken…

JOE