EAT SLEEP BIKE REPEAT die Zweite

ohne wirklichen Plan – nur mit dem Gedanken eventuell an den Frühjahrsurlaub in der Schweiz oder den französischen Alpen anzuknüpfen oder ganz anders, die Slowakei zu erkunden, -schauten wir uns zwei Tage vor der geplanten Abreise die Wetterkarte an. Diagonal über Deutschland und den angrenzenden Länder lag ein dichtes Regengebiet welches im Westen erst bei den Vogesen abriss. 

Vogesen? 

Gute Ausgangslage für die Weiterfahrt in die Berge und viel haben wir dort auch noch nicht gesehen, sehr gut für mich als Streckenjäger – seit einigen Monaten verfolge ich das Ziel meine Strava Head-Map auszudehnen, Streckennetze zu verbinden um somit möglichst immer neue Strecken abzufahren.

Saint-Marie-aux-Mines

Wir fanden anspruchsvollen Strecken im Bereich des Lac Blanc aber auch gemütlichere Abschnitte im Bereich der Weinstrasse. Überall im Elsaß sahen wir noch Spuren der Tour de France. Am zweiten Tag feierten wir dort noch Melanies Geburtstag bevor es dann weiter in Richtung Schweiz ging.

Visp / Zermatt

Ab dem Brienzersee fuhr Melanie mit dem Bulli weiter und ich konnte von hier über den Grimselpass eine neue „Spur“ bis Visp legen. Den Pass hoch fuhr ich teilweise im Nebel, von meinem „Tourfunk“ hörte ich aber, dass es auf der anderen Seite wesentlich besser sei und sich die Weiterfahrt lohnen wird. Am Pass angekommen zog der Nebel auf und innerhalb weniger Sekunden war die Sicht frei. 

Die nächsten Tage erkundeten wir von Visp aus die Gegend rund um Zermatt. Egal wie oft man hier ist, ist man doch immer wieder von der Silhouette des Matthorns beeindruckt.

Bei Bilderbuchwetter konnten einige Kilometer auf teilweise sehr anspruchsvollen Trails und Wege in sagenhafter Landschaft gefahren werden.

 

 

Zum Abschluss wurde noch der Sunegga-Trail gefahren – mit 6,5 Km der längste Flowtrail der Schweiz.

    

Andermatt / Thusis

Von Visp aus ging es auf der Strasse über den Nufenenpass und den St. Gotthard nach Andermatt. Hier hatte ich das Vergnügen, dass der an diesem Tag stattfindende Alpenbrevet diesen Abschnitt auch fuhr. So gab es eine gewisse Extra-Motivation.

Von Andermatt aus ging es am folgenden Tag weiter bis Thusis. Die nächste Tour führte über Davos, den Scalettapass, wieder mehr ins Gelände von St. Moritz. 

St. Moritz / Livigno

Das Quartier in St. Moritz aufgeschlagen- hier kannten wir uns noch vom Engadin Bikegiro aus – erkundeten wir die Trails und Möglichkeiten in und um Livigno. Der Chaschaunapass wird mir dabei – sowohl bergan als auch bergab – einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Mit dem Wetterumschwung ging es dann zurück nach Deutschland. Bei einem kurzen Zwischenstopp wurden die MTB´s gegen die mit den dünneren getauscht.

Deutschlandtour

2018 ist die Idee geboren, die nächste Deutschlandtour zumindest teilweise live zu verfolgen. Dieses Jahr bot es sich an die 3. Etappe zu besuchen, um dann gleich am Sonntag im Rahmen der Jedermann-Tour Rennluft zu schnuppern.

Größtenteils verlief unser Rennen auf der Strecke, welche die Profis kurze Zeit später fuhren, von Erfuhrt über Arnstadt nach Oberhof und dann quasi im freien Fall zurück nach Erfurt. Die Begeisterung an der Strecke war wirklich überwältigend. In einer sehr gut funktionierenden 9er Gruppe wurden die 113 km (1.200 hm) in einem 36 Schnitt gefahren. Die auf einem Rennrad mögliche Pace ist noch etwas Neuland, fasziniert aber 🙂